Hallo zusammen,
heute zogen wir das Frühstück um eine 1/2 Stunde nach vorne auf 8.00 Uhr MEZS. Das Toasten von 80 Toastscheiben und mehr haben wir zwischenzeitlich auch perfektioniert (Siehe Foto). Der straffe Morgenablauf von Frühstück und Ansagen so wie das notdürftige Aufräumen des Frühstücksequipment beanspruchte etwas me(e)hr Zeit als von uns vorgesehen. Denn das war unser heutiges Ziel. Wie schon die Ärzte sangen „ich will zurück ans Meer“ machten wir uns mit den fünf Bussen auf in Richtung DenHaag zu einem malerischen Nordseestrand. Zuvor wollten wir unsere Busse volltanken. Der netten Dame hinter dem Tresen der nächsten Tankstelle hatten wir das beträchtliche Sparpotential zu verdanken. So fuhren wir als Tanktouristen weiter nach Belgien. Mit 14 km Umweg für 40 Cent weniger bei fünf Bussen war dies wohl die größte Sparaktion seit langem. Das fahren auf der Autobahn ist hier in den Niederlanden tagsüber meist auf 100 km/h beschränkt. Auf dem Weg nach DenHaag konnten unsere Teilis also das ländliche Holland in Ruhe begutachten. Die ca. 150 km bewältigten wir in 2 h.
Am Strand angekommen ließen wir uns zwischen zwei Strandbars nieder. An diesem etwas windstilleren Ort war genügend Platz für unsere Gruppe.
Die straffe Brise jagte einen feinen Sandschleier über den Strand. Somit bekam jeder auf dem weg bis zur Wasserkante ein natürliches Peeling für Füße und Beine. Als wir ankamen hatten wir ablaufendes Wasser. Zwei mal täglich steigt und fällt hier der Wasserspiegel um 2m. Die starke Strömung forderte unser Rettungsschwimmer besonders. Unter der Prämisse nur bis zum Bauchnabel das Wasser zu betreten, durfte sich wer wollte in die Fluten schmeißen. Die Wellen sorgten für viel Begeisterung bei unseren Teilnehmenden. Wem das Wasser zu nass war, konnte sich am Strand mit Kartenspielen oder Fußball die Zeit vertreiben. Andere wiederum dösten im warmen, feinkörnigen, weißen Sand. Einige probierten das auserlesene kulinarische Angebot am Strand. Meist finden sich dabei nur leider ungebetene Mitessende. Die menschlichen Wesen waren hierbei allerdings das kleinere Problem.
Aggressive Möwen auf der Futtersuche machten auch vor Luftangriffen keinen halt. Die frechen Seevögel näherten sich bis auf ca. 50 cm an den herzhaften Snack. Wer jetzt nicht aktiv gegen den Mundraub vorging, wurde zum unfreiwilligen Ernährer der holländischen Fauna.
Eine Kleingruppe hatte eher das Kulturelle als das Sandige DenHaag als Ziel gewählt. Mit dem Bus erkundeten sie auf eigene Initiative die Umgebung um den Friedenspalast. Vielen dürfte eher der Internationale Strafgerichtshof bekannt sein, der in diesem Gebäude untergebracht ist. Im Anschluss schauten sie sich noch in der bekanntesten Einkaufsmeile in „De Passage“ um. Zwischen den großen Modelabels dieser Welt versteckt sich auch der ein oder andere kleine, schnuckelige Laden.
Vor unserer Abreise von Strand durfte, wer wollte, noch mal ins salzige Nass. Die von uns veranschlagte Zeit zum Klamottenwechsel von nass auf trocken wurde glanzvoll überboten. Mit etwas Verzögerung hatten dennoch alle die Gelegenheit, sich auf der Heimreise mit eigenen Dingen aus dem Lebensmittelhandel einzudecken. Leicht genervt, von solch vielen Menschen kurz vor Feierabend, kassierten die Supermarktmitarbeitenden 45 mal ab. Wieder im „Daheim auf Zeit“ gab es noch eine Brotzeit für alle hungrigen.
In der Abendandacht ging es dann um zu viele Aufgaben und den damit verbundenen Stress. Das kennt jeder nur zu gut. Zu viele Anforderungen von allen Seiten, doch oftmals hilft es auch seine Mentale last anderen zu erzählen.
So viel von heute & Beste Grüße an alle Leute
Marco und Marlene








