Hoi
Ein Teil von uns wurde heute von den ersten Sonnenstrahlen wachgekitzelt. Langsam öffneten alle ihre Augen wie die Blütenblätter der Seerosen auf dem nahegelegen Teich. Zu meiner Verwunderung schafften wir es innerhalb kürzester Zeit pünktlich zum Frühstück im Haus zu sein.
Unser letzter vollständiger Tag in den Niederlanden ist angebrochen. Der Abschluss einer Freizeit ist klassischer Weise geprägt von aufräumen, Material sortieren, Koffer packen und die ersten Räume, die nicht mehr benötigt werden, zu kehren. All diese Aufgaben waren also unser Programm für den Vormittag. Zudem konnten angefangene Workshops aus den letzten Tagen beendet werden, unter anderem auch der Videodreh von gestern. Um auch das Miteinander beim Essen zu zelebrieren, ist uns der bewusste Verzicht von Handys während des Speisens wichtig. Wer das nicht schaffte konnte zwangsläufig seine Fernfunktaube auf dem Betreuertisch zwischenlagern, bis nach der Mahlzeit. Als wieder zwei Teilis ihren Blick unter den Tisch fixierten, waren wir etwas verwundert über die freudige Herausgabe der Geräte.
Unsere eigene Regeln wurden uns durch einige gewiefte Teilnehmende zum Verhängnis. Dieses überambitionierte Duo bastelte aus Pappkarton nämlich Smartphone-Atrappen.
Nachmittags ging es dann schon etwas früher als sonst in die Vorbereitung des Abendessens, da auch das Programm für Nachmittag und Abend bereits um 16 Uhr anstand. Es ging an einen letzten traditionsreichen Programmpunkt auf unserer Freizeit, den Bunten Abend. Das Programm für diesen ist zwar jedes Jahr etwas unterschiedlich, was aber immer gleich bleibt ist allerdings, dass sich alle Teilnehmenden in ihre besten Outfits werfen. Das gibt dem letzten gemeinsamen Tagesende nochmal einen glamourösen Touch. Wir ließen also im Laufe des Abends die ganzen Erlebnisse nochmal Revue passieren. Für alle Zeit verewigen konnten sich die Jugendlichen auf dem Fingerabdruckbild, welches seit Jahren auf den Freizeiten in unterschiedlichen Variationen erstellt wird. Im Anschluss findet es einen ehrenvollen Platz in unserem Jugendcafé, dem „Elch“. Schon etliche jugendliche können so ihre Teilnahme an den Freizeiten jedes mal auf neue an der Wand bestaunen. In den Liederheften der Freizeitmitfahrenden sind absichtlich leere Seiten im letzten Teil dieser melodiösen Textsammlung. Diesen Platz galt es nun zu füllen. Mit den besten Wünschen oder den einzigartigen Eigenschaften können die Teilnehmenden Botschaften an jeden aus der Reisegruppe hinterlassen. Es berührt mich alle Jahre wieder zuhause diese besondern Botschaften zu lesen.
Ebenfalls früher als gewohnt ging es heute an unsere letzte Abendandacht.
Der allgemein etwas nach vorne gezogene Tagesablauf ist der morgigen Heimfahrt geschuldet. Nach diesen langen zwölf Tagen ist die Priorität von uns als Team natürlich, dass wir morgen möglichst ausgeschlafen die Heimreise antreten können. Aber auch die Endreinigung des Hauses steht morgen bevor. „Besenrein“ sollte es hinterlassen werden. Wobei es nicht mit „Tür auf, Besen rein, Tür zu“ erledigt ist. Sämtlicher von uns verursachter Schmutz soll entfernt werden. Deshalb ist auch die Nachtruhe auf 22 Uhr vorgezogen.
Mit den Letzten Grüßen aus Holland
Marlene und Marco







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