Einen Verfrühten Guten Morgen
Heute hieß es wieder etwas früher „Raus aus den Federn!“. Auf dem Plan stand nämlich der heißersehnte Ausflug nach Amsterdam. Also gab es das Frühstück schon um 7:30 Uhr, damit wir pünktlich um 9 Uhr in den Bussen sitzen und losfahren konnten. Wer jetzt mitgerechnet hat kommt auf 1,5 Stunden Frühstückszeit. In der Realität einer Großgruppe waren es aber nur 30 Minuten. Parallaxe Ablesefehler der Uhr zugunsten der Schlafenden sorgten schon vorab für eine Verzögerung. Dann kommen noch die wichtigsten Infos und dann muss ja jeder auch noch seine Schuhe anziehen. Der Abwasch muss zusätzlich erledigt werden. Von Augen auf bis Abfahrt vergeht mehr Zeit als man meint. Die knapp eineinhalb Stunden Fahrtzeit nutzten fast alle Mitfahrenden dazu die fehlenden Stunden Schlaf nachzuholen. Die einzigen offen Augen hatten die Fahrenden Mitarbeitenden.
In Amsterdam angekommen suchten wir unseren vorab ausgewählten Parkplatz auf. Schon bei der Einfahrt zeigte sich, dass auch „Generation Handy“ bei Schranken mit digitaler Kennzeichenerkennung und der Ticketbuchung per App vor unbekannten Alltagsproblemen steht.
Als diese Side Quest erledigt war bekamen unsere Teilis, dank des netten Empfangspersonal am Tresen des angrenzenden luxuriösen Geschäftskomplexes, die Möglichkeit gehobenere Sanitäre Anlagen zu benutzen. Aus dieser Häufung aus ungeplanten Programmpunkten kam etwas Zeitnot auf. Unser Ziel war es, so schnell wie möglich zum Hauptbahnhof zu kommen, um dort auf eine Flussfähre umzusteigen, die uns zu unserer ersten Attraktion bringen sollte. An sich kein großes Problem, mit 45 Personen, die durch zwei Tap-In Stationen auf den Bahnsteig gelangen mussten, dann doch wieder etwas stressig. Vor allem, wenn das Kartenlesegerät dann doch etwas wählerisch ist, wenn es um die Annahme der verschiedenen Karten geht. Einige waren dabei gar kein Problem, einige funktionierten nur auf den zweiten oder dritten Versuch und wieder andere Karten funktionierten nur am jeweils anderen Lesegerät. Letztendlich schafften es dann doch noch alle in den bereits wartenden Zug. Am Hauptbahnhof angekommen ging es direkt zügig weiter zur Fähre, die uns auf die andere Seite der Amstel brachte. Nach 300m Sprint an der Hafenmauer entlang, erreichten wir gerade noch rechtzeitig den Bootsanleger. Dort war der ganze Stress auch schon wieder vergessen. Wir haben nämlich für die ganze Gruppe eine Tour auf dem „Pannenkoekenboot“ gebucht. Dort hieß es dann: 75 Minuten Zeit mit verschiedenen Pfannkuchenoptionen und ein ausladendes Angebot an verschiedensten Toppings. Egal ob süß oder herzhaft, es war für alle etwas dabei. Als kleine Besonderheit gab es zudem Baconstreifen oder Apfelscheiben in den Pfannkuchenteig eingebacken.
Nach der Bootstour ging es mit der kostenlosen Fähre zurück Richtung Hauptbahnhof. Vorausschauend baute man die prächtige Altstadt direkt neben den Hauptbahnhof. Zentral gelegen entließen wir unsere Teilnehmenden in das Abenteuer Großstadt. Selbst während ihrer Streifzüge durch Hauptstadt hatten sie eine Mission. Jede Kleingruppe bekam eine Farbe zugeteilt. Jetzt galt es neben dem Bestaunen der Gebäude und der Kultur, Gegenstände in der Farbe zu finden. Durch die vorangeschrittene Technologie des Fotografierens erspart man sich die Entwicklungszeit und wir konnten die Kunstwerke der Teilis zeitnah anschauen.
Auch für uns Ehrenamtliche ist dieser Tag eine willkommene Abwechslung. Beim flanieren durch die engen Gassen und dem Überqueren der kleinen, blumengeschmückten Brücken kamen richtige Urlaubsgefühle auf. Die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten in den kleinen Läden bieten eine große Variation an Gütern. 50 qm2 Ladenfläche, vollgestopft mit Badeenten in allen Farben und Formen, reihten sich an Läden, die Equipment und Pflanzen zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens führten. Auch kulinarisch war einiges geboten. Von klassischen Eisdielen über Pizzaläden bis hin zu thailändischer Küche wurde klar das diese Nation ein Seefahrervolk war und aus allen Teilen der Welt etwas in ihre Esskultur importierte.
Die Heimreise lief ähnlich wie bei der hinreise ab. Erschöpft von den vielen Eindrücken waren viele nicht nur im Auto sondern auch im Reich der Träume unterwegs. Mit einem Abendabschluss über die Vergangenheit, Zukunft und das Jetzt anhand des Liedes „Du schreibst Geschichte“ von Madsen ging der aufregende Tag zuneige.
Mit müden Grüßen
Marlene und Marco























































