Donnerstag, 13. August 2026

Tag 9

 Einen Verfrühten Guten Morgen

Heute hieß es wieder etwas früher „Raus aus den Federn!“. Auf dem Plan stand nämlich der heißersehnte Ausflug nach Amsterdam. Also gab es das Frühstück schon um 7:30 Uhr, damit wir pünktlich um 9 Uhr in den Bussen sitzen und losfahren konnten. Wer jetzt mitgerechnet hat kommt auf 1,5 Stunden Frühstückszeit. In der Realität einer Großgruppe waren es aber nur 30 Minuten. Parallaxe Ablesefehler der Uhr zugunsten der Schlafenden sorgten schon vorab für eine Verzögerung. Dann kommen noch die wichtigsten Infos und dann muss ja jeder auch noch seine Schuhe anziehen. Der Abwasch muss zusätzlich erledigt werden. Von Augen auf bis Abfahrt vergeht mehr Zeit als man meint. Die knapp eineinhalb Stunden Fahrtzeit nutzten fast alle Mitfahrenden dazu die fehlenden Stunden Schlaf nachzuholen. Die einzigen offen Augen hatten die Fahrenden Mitarbeitenden.

In Amsterdam angekommen suchten wir unseren vorab ausgewählten Parkplatz auf. Schon bei der Einfahrt zeigte sich, dass auch „Generation Handy“ bei Schranken mit digitaler Kennzeichenerkennung und der Ticketbuchung per App vor unbekannten Alltagsproblemen steht.

Als diese Side Quest erledigt war bekamen unsere Teilis, dank des netten Empfangspersonal am Tresen des angrenzenden luxuriösen Geschäftskomplexes, die Möglichkeit gehobenere Sanitäre Anlagen zu benutzen. Aus dieser Häufung aus ungeplanten Programmpunkten kam etwas Zeitnot auf. Unser Ziel war es, so schnell wie möglich zum Hauptbahnhof zu kommen, um dort auf eine Flussfähre umzusteigen, die uns zu unserer ersten Attraktion bringen sollte. An sich kein großes Problem, mit 45 Personen, die durch zwei Tap-In Stationen auf den Bahnsteig gelangen mussten, dann doch wieder etwas stressig. Vor allem, wenn das Kartenlesegerät dann doch etwas wählerisch ist, wenn es um die Annahme der verschiedenen Karten geht. Einige waren dabei gar kein Problem, einige funktionierten nur auf den zweiten oder dritten Versuch und wieder andere Karten funktionierten nur am jeweils anderen Lesegerät. Letztendlich schafften es dann doch noch alle in den bereits wartenden Zug. Am Hauptbahnhof angekommen ging es direkt zügig weiter zur Fähre, die uns auf die andere Seite der Amstel brachte. Nach 300m Sprint an der Hafenmauer entlang, erreichten wir gerade noch rechtzeitig den Bootsanleger. Dort war der ganze Stress auch schon wieder vergessen. Wir haben nämlich für die ganze Gruppe eine Tour auf dem „Pannenkoekenboot“ gebucht. Dort hieß es dann: 75 Minuten Zeit mit verschiedenen Pfannkuchenoptionen und ein ausladendes Angebot an verschiedensten Toppings. Egal ob süß oder herzhaft, es war für alle etwas dabei. Als kleine Besonderheit gab es zudem Baconstreifen oder Apfelscheiben in den Pfannkuchenteig eingebacken.

Nach der Bootstour ging es mit der kostenlosen Fähre zurück Richtung Hauptbahnhof. Vorausschauend baute man die prächtige Altstadt direkt neben den Hauptbahnhof. Zentral gelegen entließen wir unsere Teilnehmenden in das Abenteuer Großstadt. Selbst während ihrer Streifzüge durch Hauptstadt hatten sie eine Mission. Jede Kleingruppe bekam eine Farbe zugeteilt. Jetzt galt es neben dem Bestaunen der Gebäude und der Kultur, Gegenstände in der Farbe zu finden. Durch die vorangeschrittene Technologie des Fotografierens erspart man sich die Entwicklungszeit und wir konnten die Kunstwerke der Teilis zeitnah anschauen. 

Auch für uns Ehrenamtliche ist dieser Tag eine willkommene Abwechslung. Beim flanieren durch die engen Gassen und dem Überqueren der kleinen, blumengeschmückten Brücken kamen richtige Urlaubsgefühle auf. Die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten in den kleinen Läden bieten eine große Variation an Gütern. 50 qm2 Ladenfläche, vollgestopft mit Badeenten in allen Farben und Formen, reihten sich an Läden, die Equipment und Pflanzen zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens führten. Auch kulinarisch war einiges geboten. Von klassischen Eisdielen über Pizzaläden bis hin zu thailändischer Küche wurde klar das diese Nation ein Seefahrervolk war und aus allen Teilen der Welt etwas in ihre Esskultur importierte.

Die Heimreise lief ähnlich wie bei der hinreise ab. Erschöpft von den vielen Eindrücken waren viele nicht nur im Auto sondern auch im Reich der Träume unterwegs. Mit einem Abendabschluss über die Vergangenheit, Zukunft und das Jetzt anhand des Liedes „Du schreibst Geschichte“ von Madsen ging der aufregende Tag zuneige.


Mit müden Grüßen

Marlene und Marco





















Tag 8

Hoe gaat het?  (Wie geht es?)

Heute drehte sich alles um die Mitbestimmung in unserem Land. Schon beim Frühstück bestand die Wahl des Brotaufstriches. Zu den Grundpfeilern der Demokratie gehört außerdem eine gute Bildung. Falschinformationen durch künstliche Intelligenz müssen zuverlässig erkannt werden. Mit einem Quiz zu KI Bildern erfolgte der Einstieg in dieses Themengebiet. Vor wenigen Jahren war noch viel Fachwissen und technisches Know-how nötig, um Bilder zu erstellen, ist das nun mit nur einem Klick ein Kinderspiel. Diese Errungenschaft ist jedoch sehr Energiehungrig. Eine weitere Gruppe erkundete dieses Fachgebiet. Anhand der Energieerzeugung in Deutschland wurden Vergleiche mit den Niederlanden gezogen. Im Bezug auf den Strompreis und die regenerative Erzeugung sind die Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden aber sehr gering. Außerdem recherchierten unsere Teilis die Vor- und Nachteile verschiedener Methoden zur Energiegewinnung, sowohl von erneuerbaren als auch von fossilen Energien. Die regenerative Erzeugung macht uns unabhängig von Energieimporten von Ländern mit fragwürdigen Regierungen. Mit dieser Überleitung beschäftigte sich eine andere Gruppe mit dem Rechtsextremismus in unserem Heimatland. Auf der Suche nach Umgangsformen mit dieser politischen Gesinnung kamen auch die Konsequenzen bei einem politischen Umbruch bei uns auf. Sehr interessiert fand ein reger Austausch unter den Teilnehmenden statt. Nachdem wir mittags mit Brotzeit und einem Kichererbsensalat verköstigt wurden, funktionierten wir am Nachmittag unseren Speiseraum zu einem Plenarsaal um. Im Planspiel „Meinungsmosaik“ gründeten unsere Teilis Parteien. Die Schwerpunktthemen waren unter anderm ob unter Nutella Butter gehört, Hund oder Katze besser ist oder ob Pizza Hawaii eine übliche Speise ist. Zu erst sammelten sie gemeinsame Pros und Contras um im Anschluss allen anderen Parteien ihre Argumente vorzutragen. Durch Rückfragen und Fachausschüsse, die von unterschiedlichen Parteien besetzt wurden, kamen die Hürden aber auch die Chancen der Demokratie zu Vorschein. Zum Ende brachte jede Partei ein Gesetz mit ein, über welches von allen abgestimmt werden sollte. Von insgesamt fünf Gesetzen wurden letztendlich aber nur zwei beschlossen, nämlich die Hundesteuer für Assistenz- und Tierheimhunde zu reduzieren sowie die Namensanpassung von Pizza Hawaii auf „Turistica“. Bei allen anderen Gesetzen muss noch mal nachgearbeitet werden. Vielleicht haben wir bis zur nächsten Freizeit eine feste Aussage dazu, wie man mit der Butter unter dem Nutella verfahren muss. 

Typisch niederländisch gab es zum Abendessen Frikandeln. Ähnlich wie beim Hot Dog wird eine Hackfleischrolle ohne Haut in eine weiche Semmel gelegt und mit karamellisierten Zwiebeln, Essiggurken, Senf oder allerlei anderen Leckereien belegt. 

Nach diesem geistig anstrengenden Tag hatten unser Teilis einen Abend Zeit für sich. Viele nahmen ihre angefangen Kunstprojekte aus den Workshops zum Zeitvertreib. Aber auch Brettspiele und Tischtennis waren auf der Aktivitätenliste zu finden. 


Aktuell läuft die Abstimmung über die neuen Geldscheindesigns der EZB. Hierbei kann sich jeder im demokratischen Verfahren an dem Aussehen der neunen Zahlungsmittel beteiligen. In der Andacht ging es jedoch um einen druckfrischen 20€ Schein. Mit der Frage, wer denn diesen haben wolle, meldeten sich alle. Selbst bei den Ehrenamtlichen sagte keiner nein zu einer Finanzspritze. Nachdem der Schein nun zerknüllt wurde, hätte die Mehrheit den Schein immer noch gerne genommen. Selbst als dieser zertrampelt wurde, riss die Wunsch nach dem Geldschein nicht ab.

Bildhaft wurde allen vor Augen geführt, dass egal wie weit man am Boden liegt, der Wert eines jeden gleich bleibt.


Tot ziens: Auf Wiedersehen











Mittwoch, 12. August 2026

Tag 7

Ein wunderschönes Wochenende wünschen wir euch allen,


Sonntag, Wochenende, Mitte der Freizeit, das bedeutet ausschlafen. Dementsprechend gab es heute erst um 9:30 Uhr Frühstück. Mit besonderen Leckereien wie Rührei, Pfannkuchen, frischer Bananenmilch und Wassermelone wurde gemütlich gebruncht. Auch nach dem Frühstück ging es ganz entspannt weiter. Es wurden Workshops zum Überthema Wellness angeboten. An einer Station konnten eigene Tees aus verschiedenen getrockneten Früchten und Schalen von Zitrusfrüchten kreiert werden. In einer kleinen Teezeremonie wurden die warmen Getränke direkt verköstigt und genossen. 

Wer wollte, hatte die Gelegenheit sich in aller Ruhe mit Gesichtsmasken oder Augenpatches der eigenen Hautpflege zu widmen. Und auch der individuellen Gestaltung der eigenen Fingernägel waren mit etwas über 30 verschiedenen Farben keine Grenzen gesetzt.

Als weiteres entspannendes Angebot gab es im Garten entweder auf Decken oder in unseren Liegestühlen eine kleine Traumreise von etwa zehn Minuten. Trotz der kürze der Geschichte hat diese Zeit für einige dennoch gereicht, um selbst ins Land der Träume zu reisen. 

Noch vor dem Mittagessen gab es zusätzlich auch noch die „Me-Time“. Hierbei geht es vor allem darum, zur Ruhe zu kommen und sich selbst etwas Pausenzeit zu gönnen. Für manche hieß das in einer großen Runde auf dem Sofa zu sitzen und auf dem Handy zu scrollen, andere versuchten sich weiterhin an den Workshopstationen, genossen das warme Wetter in einem unserer Liegestühle oder lasen in Ruhe ihre Bücher.

Weiter ging es nachmittags mit einer weiteren Tradition unserer Freizeiten. Sonntags ist nämlich nicht nur Entspannungstag, sondern es ist auch Zeit für unseren Gottesdienst. Dieser wird in Workshopgruppen zum Thema „Reise zu dir selbst“ von den Teilnehmenden vorbereitet. Zwei Gruppen kümmerten sich um Gebete, Fürbitten, einen Segen und eine Predigt passend zum Thema. Vor dem Haus kümmerten sich zwei weitere Gruppen um die musikalische Untermalung, sowie die dekorative Gestaltung des Gottesdienstes. Thematisch passend wurden einige Papierboote gebastelt, ein Reisepass mit einigen persönlichen Fragen gefaltet und ein farbliches Konzept entwickelt. 

Nach dieser etwas arbeitsintensiveren Workshopeinheit, vor allem im Vergleich zum Vormittag, ging es weiter mit dem Abendessen. Es gab Falafelwraps, die je nach Geschmack mit verschiedenen Soßen, bspw. Joghurt, Ketchup, Creme Fraiche oder Mayonnaise und unterschiedlichem Gemüse wie Tomaten, Salat, Gurken oder Karotten befüllt werden konnten.

Leider machte uns im Laufe des Abends das Wetter unseren Plan, den Gottesdienst am Teich mit Sandstrand abzuhalten, zunichte. Unangekündigter Regen zwang uns im Haus zu bleiben und so feierten wir in unserem gewohnten Andachtsraum. Wir konnten einen wunderschönen gemeinsamen Abend verbringen, der zum nachdenken anregte und ein ganz besonderes Gemeinschaftsgefühl hervorbrachte. Nach dem Gottesdienst waren unsere Teilnehmenden eingeladen noch etwas sitzen zu bleiben und die ausgeteilten Liederhefte zu testen. So sangen wir gemeinsam Klassiker wie „Junge“ von den Ärzten oder „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang, sowie auch neuere Lieder wie „Stitches“ von Shawn Mendes oder „Sign of the times“ von Harry Styles.


Mit perfekt entspannten Grüßen

Marlene und Marco










Tag 6

Einen wunderbaren guten Morgen an alle, 

Für den heutigen Vormittag haben wir uns etwas besonderes überlegt. Wir wollten die Flexibilität, die uns unsere Kleinbusse geben, ausnutzen und in verschiedene Städte fahren. So wurde sich also nach dem Frühstück aufgeteilt. Ein Ziel hieß Eindhoven, was nur knappe 20 Minuten von unserem Haus entfernt liegt. Die Einflugschneise vom gleichnamigen Flugzeughafen liegt genau über unseren Domizil. Das zweite Ziel war Utrecht, was als eine der malerischstenen Städte in den Niederlanden bekannt ist. Wer eine Pause brauchte und sich ausruhen wollte, konnte aber auch im Haus bleiben und die Ruhe genießen.


Eindhoven überraschte uns mit seiner modernen Architektur. Zwischen alten, typisch niederländischen Backsteinhäusern streckten sich Glasgebäude und raffinierte Hochhäuser in den Himmel. Zwischen vielen Grünflächen in der Innenstadt, süßen Cafés und kleinen Läden war auch das Fußballstadion sehr zentral, keine 10 Minuten zu Fuß von der Innenstadt entfernt, angesiedelt. Zwischen kleinen Gässchen und breiten Einkaufsstraßen gab es viele interessante Geschäfte, faszinierende Fassaden und leckeres Essen zu entdecken und gleichzeitig einige verschiedene Begegnungspunkte für jung und alt. Vielen wird vielleicht auch der Elektronikhersteller Philips ein Begriff sein. Dieser wurde im Jahr 1891 in Eindhoven gegründet.


In Utrecht gab es ebenfalls viel zu sehen, darunter den wunderschönen Utrechter Dom und zahlreiche gemütliche Cafés am Kanal. Auch die Shopping-Wünsche konnten nach Lust und Laune erfüllt werden. Einzelne haben sogar die Möglichkeit gefunden über dem Kanal zu schaukeln und somit die Stadt aus einem neuen Blickwinkel zu erleben. Auch auf Kleinigkeiten wird in Utrecht Wert gelegt, dort hängt an jeder zweiten, verzierten Straßenlaterne ein bunter Blumenkübel. Dieses macht Utrecht zu einer der hübschesten Städte der Niederlande.

Vielen Dank an dieser Stelle an unsere heutigen Co-Autorinnen Jana, Leonie, Anna und Mia.

Auch die daheimgeblieben waren nicht untätig und reinigten unser Revier. Der Eingangsteppich wurde gesaugt und die Schuhe fein säuberlich aufgereiht.

Spätestens zum Abendessen waren alle Ausflugsgruppen wieder zurück. Der Abwesenheit den Tag über war es geschuldet, dass es heute ein einfaches Linsencurry gab. Mit Reis, roten Linsen und verschiedenem Gemüse war das ein sehr sättigendes Essen nach dem langen Ausflugstag und eine willkommene Stärkung für das Abendprogramm. 


Beim Abendprogramm haben sich zwei Gruppen gegeneinander in verschiedenen Minispielen gemessen. Beim Betrachten eines Bildes auf Google-Streetview und dem nachfolgenden Raten, wo sich dieses auf der Welt befindet, konnte das Wissen über die markanten Merkmale einzelner Länder unter Beweis gestellt werden. Das Aufzählen von Obstsorten oder Automarken zeigte sich, welches Nischenwissen bei unseren Teilnehmenden vorhanden ist. Aber auch die Geschicklichkeit der Wettstreitenden war beim Aufsammeln von Mausefallen mit einer Taucherflosse gefordert. Dem Gewinnerteam gebührt Ruhm und Ehre. Alle anderen hatten aber auch viele lustige Momente.


In bester Manier, fast wie bei der Deutschen Bahn


Bis gleich

Marco und Marlene











Tag 5

Guten Tag


Der neue Tag begann wieder zu unserer gewohnten Zeit um 8:30 Uhr mit dem Frühstück. Danach konnte auch heute aus einem bunten Strauß von Workshops nach eigenen Präferenzen gewählt werden. Zum einen konnte heute gestickt werden. Entweder gab es von uns mitgebrachte Jutebeutel zur Verfügung oder es wurden eigene Kleidungsstücke individuell gestaltet.

Der Backworkshop war ein ganz praktisch gedachtes Angebot. Zum Abendessen sollte es nämlich eine Burger Bar geben und dafür braucht es natürlich gute Brötchen. Diese haben entsprechend unsere Teilnehmenden unter Anleitung selbstgemacht. Durch längere Wartezeiten, die der Teig zum gehen brauchte, wurde dieser Workshop kurzerhand in zwei Teile aufgeteilt und der Backprozess auf den Nachmittag verschoben. Zum anderen sollte es natürlich auch wieder ein sportliches Angebot geben. Dafür ging es zum Discgolf. Dabei ist das Ziel aus einer gewissen Entfernung mit einer Frisbee einen Korb zu treffen. Wir haben das große Glück, dass es auf dieser Ferienanlage viele verschiedene Grünflächen mit entsprechender Ausstattung gibt, wodurch wir einige neue Dinge ausprobieren können. Spontan wurde hier aus einem „Jeder-gegen-jeden“ Spielmodus ein Spiel von zwei Teams gegeneinander.

Mittags gab es auch heute wieder einen frischen Salat, dieses Mal ein Couscoussalat. Nach dem Mittagessen ging es etwas entspannter mit optionalen Angeboten weiter. Die Burgerbrötchen mussten noch nach und nach gebacken werden. Bei etwas über 60 Brötchen ist das ein relativ Zeitintensiver Prozess. Es wurden verschiedene Brettspiele gespielt und eigentlich sollte der Hochseilgarten erkundet werden. Dieser stellte sich nur leider als eher unzureichend heraus. Es handelt sich dabei leider nur um zwei etwas höhere Türme, die für einen Aufpreis beklettert werden können. Deshalb haben wir uns gegen eine Kletterpartie entschieden und es wurde lieber noch etwas im Garten oder im Haus gespielt. Und auch die bereits erwähnten Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem Gelände wurden wieder gerne in Kleingruppen erkundet.

Als es endlich Zeit für das Abendessen war, war die Vorfreude bei allen spürbar. Die Burgerbar war mit Tomaten, Salat, Gewürzgurken, verschiedenen Soßen und sogar karamellisierten Zwiebeln bestens ausgestattet. Am Ende war alles restlos aufgegessen, was für die hohe Beliebtheit dieses Mahles spricht.

Das Abendprogramm startete dafür etwas später. Es sollte nochmal nach draußen gehen für ein Nachtgeländespiel. Es wurde eine Variation des Kartenspiels „Werwolf“ gespielt. Normalerweise bekommt dabei jede Person eine Karte mit einer Rolle. Ziel war es in unserer Version allerdings nicht, alle Werwölfe so schnell wie möglich zu identifizieren, sondern möglichst schnell alle Fragen zu beantworten, die an Teelichtern im Wald verteilt gefunden werden konnten. Zudem hatten auch einige der Teamenden Rollen. Es gab z. B. die Fee, die selbst eine Frage beantwortet hat und einen Vampir, der das mathematische Wissen unserer Teilnehmenden geprüft hat. Außerdem lief auch eine Mumie in unserem Waldstück herum, auf der Suche nach unseren Teilnehmenden. Wurden sie gefunden, musste die Mumie neu in Klopapier eingewickelt werden. Zudem gab es natürlich auch einen Werwolf. Dessen Aufgabe war es, die Kleingruppen auf ihrer Suche nach Antworten zu erschrecken. Ist ihm dies gelungen, mussten die Gruppen gemeinsam mit dem Werwolf einen Chor aus Wolfsgeheul anstimmen. Alles in allem ein sehr lustiges Unterfangen, bei dem alle auf ihre Kosten gekommen sind.


Mit nächtlichen Grüßen

Marco & Marlene














Montag, 10. August 2026

Tag 4

Einen wunderschönen guten Tag alle miteinander,

die halbe Stunde, die wir gestern früher gefrühstückt haben, durften unsere Teilnehmenden heute länger im Bett bleiben. Im Schnitt sind wir also bis jetzt jeden Tag zur gleichen Zeit beim Frühstück gewesen. Das reichhaltige Buffett von Toast mit Vollkorn oder ohne wertvolle Ballaststoffe kann wahlweise mit Marmelade, Haselnussaufstrich oder dem niederländischen Hagelslag bedeckt werden. Das sind entweder Schokoladen- oder Zuckerstreusel. Wer es etwas deftiger haben möchte kann als Alternative zu Wurst oder zum Käse greifen. Unterschiedliche Arten von Frühstücks-Turbo können mit Kuhmilch oder Hafermilch aus der Schüssel gelöffelt werden. Die Rohkostteller mit Gurken oder Karotten werden allerdings von manchem vehement verschmäht. Mir ist zwar noch kein Fall von einer Überdosis an Vitaminen bekannt der negative Folgen hatte, aber die Jugendlichen werden auch keinen Gegenbeweis liefern können. 


Vormittags gab es unsere erste Workshop-Einheit. Zur Wahl standen niederländisch lernen, Kleidung mit Textilfarbe bemalen und ein Sportangebot. Bei unserem Sprachkurs konnte ein Memory gespielt oder ein Brief übersetzt werden.Seit dieser Aktion sind im ganzen Haus Kreppbänder mit den niederländischen Bezeichnungen an den jeweiligen Gegenständen angebracht. Vieles klingt ähnlich aber die Schreibweise ist fundamental anders. Mein Favorit ist der lichtschakelaar. Mit diesem Bauteil das beim Stromsparen helfen soll um ungenutzt Räume nicht weiterhin zu beleuchten haben einige unser Teilis noch so ihre Probleme.

Die verschiedenen Kleidungsstücke wurden kunstvoll mit schwarzer und weißer Farbe mit eigenen Mustern und Motiven aus der Natur verziert. Ob Cappie oder T-Shirts, die Kleidungsstücke wurden zu einzigartigen Unikaten, die auch noch lange nach der Freizeit an die tolle Aktion erinnern werden. Das körperliche Betätigungsfeld lag schwerpunktmäßig auf dem Volleyball Feld 10 m vor unsere Haustüre. Von außen betrachtet könnte man auf ein Vollyballcmap schließen. Nicht nur im Rahmen unserer Workshopphase wird dort gespielt, sondern selbst bei einbrechen der Dämmerung ist immer noch Platz für einige Bridges über das Netzt. Besonders erfreut uns, dass sich verschiedene Gruppen mit wechselnder Spieleranzahl auf dem Feld die Zeit vertreiben.


Zum Mittagessen gab es zusätzlich zur Brotzeit einen frischen italienischen Nudelsalat mit Pesto. Danach ging es auch direkt sportlich weiter mit einem traditionsreichen Programmpunkt, dem Roundern. Das ist eine Mischung aus Baseball und Brennball, was einige vielleicht noch aus dem Sportunterricht kennen. Ein Tennisball wird am Startpunkt mit einem Baseballschläger so weit wie möglich geschlagen. Wobei dies einiges an Koordination bedarf. Den Basballschläger genau auf die Flugbahn des zugeworfenen Tennisballes abzustimmen. Spätestens nach dem dritten Versuch hatten alle unser Teilis diese Hürde gemeistert und der Ball flog durch die Luft. Nun galt es möglichst viel Strecke rund um das Spielfeld zurückzulegen. An Savepoints auf dem Weg konnte eine Pause eingelegt werden. Die Laufzeit wurde durch schnelles und taktisches agieren der gegnerischen Mannschaft, die den Ball zum Brenner (einen Eimer), zurück befördern musste limitiert. Für jede Person der Läufermannschaft gab es einen Punkt. Nach 10 Minuten wurden dann die Spielaufgaben getauscht. Der Sieg mit den meisten gelaufen Runden ist aber eher Sekundär. Der Spass steht für alle viel mehr im Mittelpunkt. 


Gut gelaunt versammelten sich alle im Speisesaal um die landestypische Bitterballen mit Stampot zu genießen. Das ist ein Kartoffelbrei mit Karotten und Hackfleischbällchen. Im ersten Moment eine ungewöhnliche Kombination aber sehr lecker. Den Rest des Abends konnten unsere Teilnehmenden frei gestalten, was eigentlich alle dazu nutzten gemeinsam im Außenbereich verschiedene Spiele zu spielen. Das Betreuerteam nutzte die freie Zeit für die Tagesreflexion, bis wir überraschend Besuch von unserem Nachbarhaus erhielten. Dort ist ebenfalls eine evangelische Jugend untergebracht. Die Teamenden der anderen Gruppe brachten selbstgemachte Zimtschnecken für uns mit, da sie zwei Tage zuvor daran scheiterten heimlich unser Banner zu entführen. So kam es zu einer gemütlichen Runde, in der sich über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der ehrenamtlichen Arbeit ausgetauscht wurde. 

Wir freuen uns auch weiterhin sehr über die Grüße aus der Heimat in den Kommentaren. Diese werden bei der nächsten Gelegenheit natürlich auch an die Gruppe weitergegeben.


Bis ganz bald

Marco und Marlene